M31 Mobilisierungsveranstaltungen in der Region

Tübingen:
Mittwoch 14.03.2012 Epplehaus ab 20:00 Uhr
- Vortrag zur aktuellen Situation in Griechenland
- Infos zum M31
- Busfahrkarten für die Fahrt nach Frankfurt ab Tübingen/Reutlingen oder Stuttgart

Reutlingen:
Donnerstag 15.03.2012 Zelle ab 20:00 Uhr
- Vortrag zur aktuellen Situation in Griechenland
- Infos zum M31
- Busfahrkarten für die Fahrt nach Frankfurt ab Tübingen/Reutlingen

Aufruf des Anarchistischen Netzwerks Südwest zur M31-Demo

M31 Logo

Der Kapitalismus ist keine bloße Floskel, ist nicht nur ein leerer Kampfbegriff anarchistischer und linker Organisationen. Er bedroht die Menschheit und die Natur, zerstört täglich Menschenleben und die Lebensgrundlagen auf diesem Planeten. Wenn wir dieses System nicht zu Fall bringen, dann wird es uns zu Fall bringen. Im schlimmsten Falle wird es uns das Leben nehmen, wenn es seinem Überleben dient. Der Kapitalismus zwingt die Menschen dazu, immer auf der Suche nach neuen Verwertungs- und Ausbeutungsmöglichkeiten zu sein, ob auf regionaler, nationaler oder globaler Ebene. Alle sind davon betroffen: auch wir, die ihn versuchen zu bekämpfen, reproduzieren ihn als Handlungsmechanismus. Der Staat und seine Institutionen übernehmen dabei die Aufgabe, die kapitalistischen Produktionsverhältnisse mit allen notwendigen Mitteln aufrechtzuerhalten.

Im Jahr 2011 erlebte dieser Planet eine Welle des Widerstands gegen die Unerträglichkeiten dieses Systems. Ob als revolutionäre Bewegungen in Ägypten und Tunesien, ob als Occupy-Bewegung in New York oder in Oakland, ob als Generalstreiks und Massendemonstrationen in Griechenland und Spanien. Viele Menschen und Gruppen, die aktiv in diesen Kämpfen waren und sind, haben ein gemeinsames Ziel: die Überwindung der herrschenden Verhältnisse und des politischen und ökonomischen Systems. Überall wächst die Bereitschaft und der Mut der Menschen, ihre Belange endlich selbst in die Hand zu nehmen. Selbstorganisation, Basisdemokratie und Kreativität schaffen Räume, in denen versucht wird sich den kapitalistischen Verhältnissen zu entziehen. So werden diese Verhältnisse zunehmend in Frage gestellt. Das System bekommt Risse in seiner Fassade und diese werden von Widerstand zu Widerstand immer größer.

Um den Kapitalismus zu überwinden, um Verhältnisse zu verwirklichen, in denen das Leben der Menschheit im Mittelpunkt steht, in dem jeder Mensch ein schönes Leben leben kann, müssen wir noch tiefere Risse im System schaffen, müssen wir das System und seine Herrschaftsstrukturen endgültig abreißen und die Ressourcen dieses Planeten endlich sinnvoll, gemeinsam und solidarisch nutzen. Dies kann nur geschehen, wenn wir uns über Ländergrenzen und nationale Standortlogiken hinweg organisieren, austauschen und gemeinsam Aktionsformen entwickeln, die die Überwindung der herrschenden Verhältnisse zum Ziel haben.

Daher schließen wir uns als Anarchistisches Netzwerk Südwest* dem Aufruf des europaweiten Bündnisses „march 31“ an und rufen alle dazu auf, sich an der zentralen Demonstration und den Aktionen in Frankfurt am Main zu beteiligen. Zu diesem Zwecke werden wir Fahrgemeinschaften und Busse organisieren.

Un­ter­stützer_innen:

An­ar­chis­ti­sche Gruppe Frei­burg
An­ar­chis­ti­sche Gruppe Mann­heim
An­ar­chis­ti­­sches Netz­werk Tü­­bingen
an­ti­na­tio­nale.org (Saar­­land)
Au­to­nome An­ar­chis­tInnen Gotha [aagth]
Eman­­zi­pa­to­ri­­sche Gruppe Kon­­stanz
Freie Ar­­beiter*in­­ne­nu­­nion (FAU) Stut­t­­gart
Li­­ber­täres Bündnis Lu­d­wigs­­burg
Li­­ber­täre Gruppe Karls­ruhe
nigra.no­blogs.org (Of­­fen­­burg)

Aller guten Dinge sind drei: Strike three am 18. Februar 2012!!!

In Dresden sind für 2012 am 13. Februar und am 18. Februar Nazidemos angemeldet worden. Diese gilt es wie in den letzten beiden Jahren zu verhindern, damit den Neonazis ein für alle Mal die Lust am Marschieren vergeht. Die Neonazi-Demo am 18. Februar ist traditionell die größere, weil hier Neonazis aus dem gesamten In- und Ausland anreisen. Deswegen mobilisieren bundesweit und international Antifaschist_innen auf dieses Datum hin zu Gegenprotesten nach Dresden.
Denn auch dieses Jahr heißt es wieder: Einfach mal aufstehen und sich widersetzen bzw. wieder setzen! Es geht aber um mehr als nur um die Verhinderung des vermutlich europaweit größten Neonazi-Aufmarsches. Dresden ist auch der Ort an dem die NPD erstmals nach Jahrzehnten gleich zweimal hintereinander in den Landtag einziehen konnte. Anders als von den Politiker_innen vor Ort gerne dargestellt, kommen nicht nur Neonazis nach Dresden, sie sind längst schon da. Sie betreiben in Dresden ihre Läden, veranstalten Konzerte oder sitzen im Parlament. Dagegen gilt es ein sichtbares Zeichen zu setzen!

Genauso gilt es ein deutliches Zeichen zu setzen gegen die Polizeirepression und Bespitzelung im letzten Jahr. Da etwa 20 Antifaschist_innen aus Tübingen/Reutlingen wegen ihrer Beteiligung an den Protesten im Nachgang Polizei-Repression erfuhren, lautet unser spezielles Motto für 2012: Dresden? Jetzt erst recht!

Mobiveranstaltungen & Tickets:
24.01. 19Uhr franz.K (Reutlingen)
01.02. 20Uhr Schelling (Tübingen)
03.02. 20Uhr Zelle (Reutlingen)

Die wilde Räuber*innen Hausbar


Das Anarchistische Netzwerk Tübingen ANT lädt ein zur wildesten aller wilden Räuber*innen-Events des neuen Jahres 2012:


DIE WILDE RÄUBER*INNEN HAUSBAR

19:00 Uhr Beginn
ab 19:30 Uhr vegane Vokü
20:00 Uhr Film: LUCIO: Anarchist, Bankräuber, Fälscher, aber vor allem: Maurer (SPANIEN 2007, 90 Min. OmDU)

Anschließend Hausbar mit lecker Cocktails und anderen erfrischenden Getränken

22:30 Uhr Special: Prämierung der wildesten Kostüme
01:30 Uhr Ende

Am: Mittwoch den 18.Januar
Ort: Hausbar im Keller der Schellingstraße 6 in Tübingen

Flyer zum ausdrucken und verteilen: (Klick rechte Maustaste, Ziel speichern unter)

Stuttgart21 – Die Mehrheit war dagegen!

Mit breiter Zufriedenheit präsentieren die CDU das Ergebnis: 59% der Abgegebenen Stimmen waren für Stuttgar21 und nur 41% dagegen. Damit versuchen sie nun zu sagen: „Seht ihr, die ‚deutliche‘ Mehrheit steht und stand schon immer auf unserer Seite!“

Der cdu-grüne Stuttgart21-Gegner und Tübinger OB Boris Palmer dient als willkommene und herrschaftsstabilisierende Figur: Er gibt sich geschlagen und präsentiert im Fernsehen die Phrasen: „`Oben bleiben´ war bisher unsere Parole, jetzt muss sie heißen `Friedlich bleiben`!“ Als Vorzeige-Kasper, der zwar auch dagegen ist, aber trotzdem den ganzen Mist schluckt und letztlich dazu nur Öl für das herrschaftliche Getriebe wird, versucht Palmer so die entschlosseneren unter den S21-Gegnern zur Unterwerfung zu bringen.

Die Volksabstimmung hat hier mal deutlich gezeigt, wie sie zur Herrschaftslegitimierung eingesetzt werden kann: Dann, wenn sowieso Fakten geschaffen wurden ohne die Bevölkerung zu fragen und dann wenn es klar ist, dass die Herrschenden sowieso gewinnen werden, genau dann eine Volksabstimmung in genau dem regionalen Setting durchführen, so dass alle die sich hinterher noch immer dagegen aussprechen, als „Undemokraten“ diffamiert werden können.

Übersehen wird dabei natürlich dass, bei 40% Gegner*innen, vor Beginn des Bauunterfangens sicher die absolute Mehrheit dagegen gewesen wären! Denn das Argument, dass der Ausstieg alleine schon Geld kostet (dazu noch bei hochgelogenen Kosten), hat sicherlich 11% überzeugt. Bei einem so knappen Ergebnis könnte davon ausgegangen werden, dass Stuttgart21 ohne teure Propaganda und schon vorgefertigten Tatsache keine Chance bei den Bürger*innen hätte! Aller Wahrscheinlichkeit nach waren vor den geschaffenen Tatsachen die Mehrheit der Badenwürttemberger GEGEN Stuttgart21!

Der Unterschied zur Basisdemokratie ist deutlich: Die Regierenden entscheiden wann, unter welchem Propaganda-Einfluss(tausende Dörfer waren mit ausschließlicher Pro-Stg21-Werbung ausgestattet) und wie die Bürger*innen entscheiden dürfen, wodurch sie faktisch nicht entscheiden können. Basisdemokratisch wäre das ganze Projekt von der Basis her ausgedacht propagiert und in allen Facetten bei der Basis entschieden worden.
Uns wird trotz allem die Bedeutung des Protestes bewusst: Die herrschaftsbefürwortenden Fraktionen dürften ab jetzt wissen, dass es ein Haufen ärger geben kann, wenn sie sich -zumindest bei einigen Themen- gegen die Bevölkerung durchsetzen wollen. Dass das verschlafene, ewig-unterwürfige Schwabenländle auch mal zu Hundertausenden auf die Straße geht, Menschen die in ihrem Leben noch auf keiner Demo waren sich sogar auf die Straße setzt und sogar bei Aufforderung durch die Polizei nicht aufsteht, dürfte den Regierungsärschen und Parlamentspappnasen noch als ordendlicher Schreck in den Knochen sitzen.

Auch wenn es kein arabischer Frühling war, ist doch inzwischen in der ehemaligen Duckmäußerhauptstadt nichts mehr wie vorher! Demos sind inzwischen zehnmal breiter akzeptiert, Protest, Kampf und Widerstand sind keine Fremdwörter mehr und die Möglichkeit eines Massenwiderstands rückt plötzlich auch hier in den Rahmen des Möglichen!



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