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Einführung in den modernen anarchistischen Kommunismus


Seit dem Streit zwischen zwei zentralen Vertretern des Kommunismus und des Anarchismus, Marx und Bakunin, der im Jahre 1876 zur Auflösung der Internationalen Arbeiterassoziation beitrug, gelten Anarchismus und Kommunismus als feindliche Geschwister. Die negativen Erfahrungen mit dem Realsozialismus bei gleichzeitiger Deutlichkeit der Auswirkungen des Kapitalismus jedoch fordern immer wieder nach einer Verschmelzung von Anarchismus und Kommunismus.

Im Jahre 2010 schrieb die britische Anarchist Federation eine „Introduction to Anarchist Communism“, die ihren Namen verdient und eine moderne Version des Konzeptes darstellt. Ihr anarchistischer Kommunismus verbindet die Bedeutung des Kapitalismus mit aktuellen Analysen und dem anarchistische Anspruch jeglicher autoritärer Form im Ansatz entgegenzuwirken mit dem Bewusstsein als politische Minderheit zu agieren.

Zentral dabei ist, dass anarchistischer Kommunismus nicht als Zustand gesehen wird, sondern als eine lebendige, seit Jahrhunderten kämpfende Bewegung, die sich heute in den verschiedensten Feldern und sozialen Bewegungen engagiert um auf eine soziale Revolution hinzuarbeiten. Dabei wird nicht nur Staat und Kapital der Kampf angesagt, sondern auch Patriachat, Rassismus, (Hetero-)Sexismus, Umweltzerstörung, Atom- & Kohlekraft, Gentechnik, Grenz- & Krisenregime, usw.

Der Vortrag wird versuchen die Einführung in den anarchistischen Kommunismus darzulegen. Dieser kämpferische Ansatz gibt Antworten und Anregungen auf viele spannende Fragen wie: Wie könnte eine besser Welt aussehen? Wie können wir als politische Minderheit einen radikalen Wandel bewirken? Wie können alle soziale- und ökologische Bewegungen zusammengeführt werden? Was ist unter Klassenkampf zu verstehen? Und vor allem: Was können wir jetzt tun?

Der Vortrag ist auf Deutsch und ohne Vorkenntnisse oder Kenntnis der Uni-/Szene Sprache verständlich.

Links:
Zur genannten Broschüre in unserer [Download-Sektion]
Anarchist Federation: afed.org.uk
Referent*in: Knoti gegenmacht.blogsport.de

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[Plakate] und
[Flyer] zum Download als pdf

Stuttgart21 – Die Mehrheit war dagegen!

Mit breiter Zufriedenheit präsentieren die CDU das Ergebnis: 59% der Abgegebenen Stimmen waren für Stuttgar21 und nur 41% dagegen. Damit versuchen sie nun zu sagen: „Seht ihr, die ‚deutliche‘ Mehrheit steht und stand schon immer auf unserer Seite!“

Der cdu-grüne Stuttgart21-Gegner und Tübinger OB Boris Palmer dient als willkommene und herrschaftsstabilisierende Figur: Er gibt sich geschlagen und präsentiert im Fernsehen die Phrasen: „`Oben bleiben´ war bisher unsere Parole, jetzt muss sie heißen `Friedlich bleiben`!“ Als Vorzeige-Kasper, der zwar auch dagegen ist, aber trotzdem den ganzen Mist schluckt und letztlich dazu nur Öl für das herrschaftliche Getriebe wird, versucht Palmer so die entschlosseneren unter den S21-Gegnern zur Unterwerfung zu bringen.

Die Volksabstimmung hat hier mal deutlich gezeigt, wie sie zur Herrschaftslegitimierung eingesetzt werden kann: Dann, wenn sowieso Fakten geschaffen wurden ohne die Bevölkerung zu fragen und dann wenn es klar ist, dass die Herrschenden sowieso gewinnen werden, genau dann eine Volksabstimmung in genau dem regionalen Setting durchführen, so dass alle die sich hinterher noch immer dagegen aussprechen, als „Undemokraten“ diffamiert werden können.

Übersehen wird dabei natürlich dass, bei 40% Gegner*innen, vor Beginn des Bauunterfangens sicher die absolute Mehrheit dagegen gewesen wären! Denn das Argument, dass der Ausstieg alleine schon Geld kostet (dazu noch bei hochgelogenen Kosten), hat sicherlich 11% überzeugt. Bei einem so knappen Ergebnis könnte davon ausgegangen werden, dass Stuttgart21 ohne teure Propaganda und schon vorgefertigten Tatsache keine Chance bei den Bürger*innen hätte! Aller Wahrscheinlichkeit nach waren vor den geschaffenen Tatsachen die Mehrheit der Badenwürttemberger GEGEN Stuttgart21!

Der Unterschied zur Basisdemokratie ist deutlich: Die Regierenden entscheiden wann, unter welchem Propaganda-Einfluss(tausende Dörfer waren mit ausschließlicher Pro-Stg21-Werbung ausgestattet) und wie die Bürger*innen entscheiden dürfen, wodurch sie faktisch nicht entscheiden können. Basisdemokratisch wäre das ganze Projekt von der Basis her ausgedacht propagiert und in allen Facetten bei der Basis entschieden worden.
Uns wird trotz allem die Bedeutung des Protestes bewusst: Die herrschaftsbefürwortenden Fraktionen dürften ab jetzt wissen, dass es ein Haufen ärger geben kann, wenn sie sich -zumindest bei einigen Themen- gegen die Bevölkerung durchsetzen wollen. Dass das verschlafene, ewig-unterwürfige Schwabenländle auch mal zu Hundertausenden auf die Straße geht, Menschen die in ihrem Leben noch auf keiner Demo waren sich sogar auf die Straße setzt und sogar bei Aufforderung durch die Polizei nicht aufsteht, dürfte den Regierungsärschen und Parlamentspappnasen noch als ordendlicher Schreck in den Knochen sitzen.

Auch wenn es kein arabischer Frühling war, ist doch inzwischen in der ehemaligen Duckmäußerhauptstadt nichts mehr wie vorher! Demos sind inzwischen zehnmal breiter akzeptiert, Protest, Kampf und Widerstand sind keine Fremdwörter mehr und die Möglichkeit eines Massenwiderstands rückt plötzlich auch hier in den Rahmen des Möglichen!

Solidarität mit Billy, Costa und Silvia

Ein Beitrag des AK Grüne Anarchie des ANT. Eine entsprechende Infotafel, erstellt für und verwendet bei der Anarchosyndikalismus Hausbar, hängt jetzt in der Hausbar der Lu15.


    Solidarität mit Sivlia, Billy und Costa!

Das Bundesstrafgericht in Bellinzona hat die drei Anarchist_innen Silvia, Billy und Costa zu Haftstrafen von drei Jahren und vier Monaten, drei Jahren und sechs Monaten sowie drei Jahren und acht Monaten verurteilt.

Damit liegt das Strafmass leicht über den Anträgen der Bundesanwaltschaft.

Ihnen wurde vorgeworfen, letztes Jahr eine Aktion gegen ein im Bau befindliches Nanotechnologie-Forschungszentrum der IBM in Zürich geplant zu haben.

Kriegsgefangene im ökologischen Krieg des Systems gegen den Planeten und dessen Bewohner*innen - Das junge Ehepaar Costa und Silvia
Kriegsgefangene im ökologischen Krieg des Systems gegen den Planeten und dessen Bewohner*innen: Das junge Ehepaar Costa und Silvia

    Erinnern wir uns:

am 15. April 2010 wurden im Kanton Zürich, Billy, Costa und Silvia verhaftet. In ihrem Auto befanden sich Sprengvorrichtungen und eine Erklärung, warum das im Bau befindenden hochmoderne IBM Labor für Bio- und Nanotechnologie in Rüschlikon ein Angriffsziel ist. Seit ihrer Verhaftung sitzen die drei italienischen AnarchistInen in verschiedenen Knästen in Untersuchungshaft und haben seither erfahren können, dass die Schweizer Staatsschutzorgane (Nachrichtendienste, Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalpolizei) den ausländischen „Kollegen“ in nichts hinten anstehen und bestens kooperieren, ob legal oder illegal.

Eines ist von Beginn weg klar gewesen: die drei politischen Gefangenen unterstanden einer absolut rigorosen Post- und Besuchskontrolle, resp. Zensur, die an Sabotage erinnert. So hat Silvia bis heute nur einmal Besuch von ihren Eltern bekommen, alle anderen Besuchsanträge, von KollegInnen, FreundInnen, von GenossInnen ganz zu schweigen, wurden alle kommentarlos abgelehnt. Bei Billy und Costa sind es nur enge Verwandte, denen die Knasttore für überwachte und hinter Trennscheibe ablaufende Besuche geöffnet wurden,

Die Post, also der einzige Weg, um mit draussen kommunizieren zu können, wurde rigoros torpediert,eine politische und soziale Kommunikation verunmöglicht. Literatur mit widerständischem Inhalt an den Knasttoren mit der Begründung „das macht sie nur nervös, das ist nicht gut!“ abgelehnt.
Umso näher der Prozesstermin rückte, umso strenger die Postzensur: ein normaler Austausch und damit Vorbereitung für den Prozess buchstäblich verhindert!

Die Hauptverhandlung wurde ohne Absprache mit den Anwälten angesetzt. Dies widerspricht völlig der Praxis aller Gerichte in der Schweiz. Den RA und den Klienten soll damit bewusst nicht genügende Zeit für die Verteidigung eingeräumt werden. Eine solche Ansetzung widerspricht der Praxis des Bundesstrafgericht und einer Erklärung des Präsidenten des Bundesstrafgerichtes. Und last but not least: Alle Beweisanträge der Verteidigung wurden durch das Gericht abgelehnt. Alle Beweisanträge der Bundesanwaltschaft gutgeheissen.

Es gibt also, nebst der konkreten Solidarität mit politischen Gefangenen, sehr viel mehr Gründe, sich dieser Entwicklung der Klassenjustiz entgegenzustellen und sich entsprechend zu verhalten! (Rote Hilfe des Revolutionären Aufbau Schweiz)

    Zu Nanotechnologie:

Nanotechnologie ist eine Großtechnologie wie Atomkraft und Gentechnik. Sie kann nur unter Einsatz von viel Kapital verwendet werden und ist momentan nicht dezentral oder basisdemokratisch organisierbar. Ähnlich wie bei Atomkraft und Gentechnik ist auch Nanotechnologie mit kurzfristigen Profiten für einige Konzerne und großen Risiken für die Masse der Bevölkerung verbunden.

Wie Nanotechnologie wirkt ist schwer abzusehen: Bei Versuchen mit Mäusen zeigt sich, dass 20 Nanometer lange Teile eines Materials im Blut der Mäuse kein Problem ist, während 10 Nanometer lange Teile des selben Materials zu einem grausamen Tod der Mäuse führt. Dennoch wird Nanotechnologie jetzt schon eingesetzt, zum Beispiel in Schokoladenriegeln, um zu verhindern, dass diese wenn sie alt werden schwitzen oder grau werden.

Im Gegensatz zu Kritik an Technologie an sich ist Kritik an Großtechnologien und somit auch ein Anschlag auf eine Nano- und Biotechnologie-Labor von IBM unter Anarchist*innen, Linken und kritischen Menschen weit verbreitet, zumal jetzt der Kapitailsmus bestimmt wie diese Technologien eingesetzt werden!

Da die Aktion als eine Earth Liberation Front (ELF) Aktion gesehen werden könnte, zur information:

    What is the ELF?

The Earth Liberation Front (ELF) is an international, underground movement consisting of autonomous groups of people who carry out direct action in defense of the planet. Formed in 1992 in Brighton, England as an offshoot of the Earth First! movement, the ELF became first active in North America in 1996, with a series of actions in the Eugene, Oregon area. Beginning in late 1997, the ELF began issuing public statements in the form of communiques, formally taking credit for their activities, along with providing information as to their specific motives. From 1996 through the current day, the ELF has committed dozens of actions throughout the United States, Central and South America, Australia, Europe and Canada against developers, logging companies, genetic engineering research and companies, ski resorts, SUV dealerships and more. The damages inflicted to these companies and government agencies have totaled well over $150 million.
The ELF is a covert movement that operates with no central leadership, no hierarchy, no membership databases, but rather a strict adherence to a set of very basic guidelines. Individuals or groups who understand the dire threats facing the environment and who follow the ELF guidelines can commit an action and become part of the Earth Liberation Front.
The Earth Liberation Front guidelines are as follows:
1. To educate the public on the atrocities committed against the environment and all of the species that cohabitate in it
2. To inflict maximum economic damage to those who profit from the destruction of the natural environment
3. To take all necessary precautions against harming any animal – human or non-human

Abendveranstaltung zu Anarchosyndikalismus!


Anarchosyndikalismus ist eine anarchistische Gewerkschaftsbewegung. Die Organisationsform ist basisdemokratisch, von unten nach oben, Mittel sind Streiks und die
Direkte Aktion. Das langfristige Ziel ist eine gesamtgesellschaftliche Veränderung: die herrschaftsfreie, klassenlose Gesellschaft.
Das Wort “Anarchosyndikalismus“ setzt sich aus den beiden Wörtern „Anarchismus“ und „Syndikalismus“ zusammen, denn Ende des 19. Jahrhunderts schlossen sich die junge syndikalistische Gewerkschaftsbewegung und der anarchistische Teil der Arbeiter_innenbewegung
zusammen.

Rudolf Mühland ist in der Ortsgruppe Düsseldorf der
anarchosyndikalistischen Gewerkschaft
FreieArbeiter_innenUnion“ (FAU).

Ab 19:00 Uhr gibt es veganes Essen
20:00 Uhr ist Beginn des Vortrags
Anschließend kalte Getränke und Musik

Veranstaltet vom:
ANT Anarchistischen Netzwerk Tübingen
http://ant.blogsport.de/

Freiburg sucht den Supersquat Runde 1

Freiburg sucht den Supersquat – Runde 1! from P.H.A. Infotainment on Vimeo.

P.H.A. Infotainment präsentiert euch die erste Runde von „Freiburg sucht den Supersquat“! Nach der Premiere der Intro-Folge letzte Woche stehen sich in dieser Woche die ersten beiden Kandidat_innen gegenüber……

mehr Infos auf [Supersquat.Org]