Archiv der Kategorie 'Unsere Aktion'

Freiheit und Gerechtigkeit – Geschichte der Ukraine aus libertärer Sicht


Lange Zeit war die Ukraine von Mitteleuropa aus gesehen ein Land am äußersten östlichen Rand des Kontinents und zudem im 20. Jahrhundert für über 70 Jahre hinter einem Eisernen Vorhang verborgen. Erst die sogenannte Orangene Revolution im Winter 2004 sorgte dafür, dass die politischen Verhältnisse in der Ukraine in Deutschland in den Massenmedien größeren Raum einnahmen und so in der deutschen Öffentlichkeit bekannter wurden.
Dabei blickt dieses osteuropäische Land auf eine bewegte und äußerst interessante Vergangenheit zurück. Gerade aus emanzipatorischer Sicht spielten sich in der Ukraine überaus wichtige und spannende Ereignisse ab. So organisierten sich die ukrainischen Kosaken an dem großen Fluss Dnjepr zu Beginn der Neuzeit bereits in einer egalitär-freiheitlichen Gemeinschaft, als die meisten europäischen Gesellschaften noch in einem absolutistischen Feudalsystem verharrten.

Von der antifeudalen Bewegung der Hajdamaken im 18. Jahrhundert führt die freiheitlich-progressive Spur in der ukrainischen Gesellschaft über die sozialrevolutionären Gruppen der Narodniki des Zarenreichs schließlich zur Entstehung aller modernen sozialistischen Strömungen innerhalb der Ukraine: Sozialdemokratie, Kommunismus, Anarchismus.
Während der Oktoberrevolution 1917/18 fiel daher nicht von ungefähr der neokosakische bäuerliche Anarchismus in der Ukraine auf so fruchtbaren Boden und ermöglichte in den Jahren 1917-21 in Teilen der Ost- und Südukraine ein freiheitliches gesellschaftliches Experiment, welches mit dem Namen Machnowschtschina bezeichnet wurde.
Der unbändige Freiheitswille der ukrainischen Massen und deren Kampf um ihre kulturelle bzw. sprachliche Eigenständigkeit, führte auch in der Sowjetphase dazu, dass die Ukraine sieben Jahrzehnte hindurch von der sowjetischen Zentrale in Moskau als eine unruhige und widerspenstige Teilrepublik angesehen und dementsprechend behandelt wurde. Seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1991 gestaltet sich der Alltag großer Teile der ukrainischen Bevölkerung äußerst mühevoll. Eingezwängt zwischen einer allgegenwärtigen Korruption, der Herrschaft gieriger Oligarchenclans und mafiöser Strukturen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, explodierte der Unmut der geknechteten Massen nach massiven Wahlfälschungen bei den Präsidentschaftswahlen 2004.
Dieses politische Lesebuch zur Geschichte der Ukraine schlägt noch mal die hoffnungsvollen und ermutigenden Kapitel in der Vergangenheit und Gegenwart dieses osteuropäischen Landes auf, verschweigt dabei auch die dunklen Seiten in der ukrainischen Historie nicht. Auf dem Weg zur Emanzipation der Menschheit lohnt es sich jedenfalls, einen Blick auf die bewegende Geschichte der Ukraine zu richten, um aus den faszinierenden Ereignissen und dem lang anhaltenden Kampf um egalitäre Verhältnisse – aber auch den bitteren Niederlagen – zu lernen.

Buchvorstellung und Diskussion mit Roman Danyluk
Freitag, 8.3.2013, 19:00 Uhr, Hausbar der Schellingstrasse

Wie den RFID-Chip in Pass&Perso nicht zerstören!

RFID-Chips sind seit dem 1. November 2005 in allen ausgestellten deutschen Reisepässen sowie ab dem 1. November 2010 in allen Personalausweisen enthalten. Auf diesen Chips sind alle Passdaten, inklusive personenbezogene- sowie biometrische Daten des*r Inhabers*in, in digitaler Form gespeichert. Seit dem 1. November 2007 werden in den Chips zusätzlich die Fingerabdruckbilder von zwei Fingern gespeichert. Die Chips können aus 10 Meter Entfernung gelesen werden.

Wer kein‘ Bock hat, seine persönlichen Informationen preis zu geben, versucht natürlich diesen Chip zu zerstören (was allerdings Grenzkontrollen erschweren, die in die USA möglicherweise verunmöglichen könnte).

Zwei Methoden sind dazu vor allem bekannt: Mikrowelle und Hammer.

Aber Achtung vor der Mikrowelle: Der Chip wird zwar zerstört, aber nach nur 3-4 Sekunden auf der höchsten Stufe brennt der Chip ein Loch in den Pass. Das kann so weit gehen, dass wie oben sichtbar der Chip auch den Plastik-Part anschmort.

Immerhin wird auch gut sichtbar wo sich der Chip im roten Deckblatt versteckt ist (siehe Unten). Dort könnten ein paar gezielte Hammerschläge dem Chip den garaus machen.

Die wilde Räuber*innen Hausbar


Das Anarchistische Netzwerk Tübingen ANT lädt ein zur wildesten aller wilden Räuber*innen-Events des neuen Jahres 2012:


DIE WILDE RÄUBER*INNEN HAUSBAR

19:00 Uhr Beginn
ab 19:30 Uhr vegane Vokü
20:00 Uhr Film: LUCIO: Anarchist, Bankräuber, Fälscher, aber vor allem: Maurer (SPANIEN 2007, 90 Min. OmDU)

Anschließend Hausbar mit lecker Cocktails und anderen erfrischenden Getränken

22:30 Uhr Special: Prämierung der wildesten Kostüme
01:30 Uhr Ende

Am: Mittwoch den 18.Januar
Ort: Hausbar im Keller der Schellingstraße 6 in Tübingen

Flyer zum ausdrucken und verteilen: (Klick rechte Maustaste, Ziel speichern unter)

Abendveranstaltung zu Anarchosyndikalismus!


Anarchosyndikalismus ist eine anarchistische Gewerkschaftsbewegung. Die Organisationsform ist basisdemokratisch, von unten nach oben, Mittel sind Streiks und die
Direkte Aktion. Das langfristige Ziel ist eine gesamtgesellschaftliche Veränderung: die herrschaftsfreie, klassenlose Gesellschaft.
Das Wort “Anarchosyndikalismus“ setzt sich aus den beiden Wörtern „Anarchismus“ und „Syndikalismus“ zusammen, denn Ende des 19. Jahrhunderts schlossen sich die junge syndikalistische Gewerkschaftsbewegung und der anarchistische Teil der Arbeiter_innenbewegung
zusammen.

Rudolf Mühland ist in der Ortsgruppe Düsseldorf der
anarchosyndikalistischen Gewerkschaft
FreieArbeiter_innenUnion“ (FAU).

Ab 19:00 Uhr gibt es veganes Essen
20:00 Uhr ist Beginn des Vortrags
Anschließend kalte Getränke und Musik

Veranstaltet vom:
ANT Anarchistischen Netzwerk Tübingen
http://ant.blogsport.de/

Interview: Die Revolutionen in Nordafrika


Als Ergänzung zur Veranstaltung vom 15.6. (Aufstandshausbar und Ankündigung des Newsletters und des Solinetzwerkes mit Film) und als teilweise Antwort auf gestellte Fragen hier ein spannendes Interview von Gerhard Hanloser.

Die meisten BeobachterInnen hat der Aufbruch und die Revolten in Tunesien, Ägypten und anderen nordafrikanischen Ländern überrascht.
Welche Akteure befinden sich auf der Straße? Warum kam es zu dem länderübergreifenden Aufbegehren gegen die korrupten und autoritären Regimes? Welche Perspektive haben die Revolutionen?
Ein Interview mit Bernhard Schmid (Jurist und Journalist) vom 18. März 2011.

Von Gerhard Hanloser, Quelle: www.freie-radios.net

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